Nutzen des Betrieblichen Gesundheitmanagements

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen den Nutzen des BGMs für Ihr Unternehmen aufzeigen. Das BGM bietet neben den Vorteilen für Ihre Mitarbeiter auch auf mittel- und langfristige Sicht wirtschaftlichen Nutzen, der sich unter anderem in Form von geringeren Fehlzeiten, besserem Unternehmensimage und höherer Motivation der Mitarbeiter äußert.

Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter

Die Vorteile des BGM's sind am besten auf einer Zeitleiste aufzuführen. Beim BGM geht es um eine langfristige gesundheitsorientierte Mitarbeiterführung, welche dazu dient auch in Zukunft die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Mitarbeiter sicher zu stellen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist der, dass der Fehler gemacht wird zu schnell Ergebnisse sehen zu wollen. BGM ist ein langfristiges Konzept dessen Nutzen mit der Zeit steigt und somit kein Sprint sondern ein Marathon ist.

Return on Investment

Neben der Gesundheit der Mitarbeiter ist in jedem wirtschaftlich aufgestellten Unternehmen ebenfalls der Return on Investment ein wichtiger Aspekt für das Management. Durch Investitionen in BGM wird ein ROI in unterschiedlicher Höhe erwartet. Studien der IGA ( Initiative Gesundheit & Arbeit) belegen ein äußerst positives Ergebnis:

"Die Studien gehen bei den Krankheitskosten von einem Kosten-Nutzen-Verhältnis (Return on Investment, ROI) von 1:2,3 bis 1:5,9 aus. Die Einsparungen bei den Fehlzeiten werden zwischen 1:2,5 bzw. 1:4,85 bis 1:10,1 angegeben (vgl. Kreis u. Bödeker 2003)." Quelle: IGA-Report 13

Absentismus und Präsentismus

In den meisten Fällen stellen Fehlzeiten nur die Spitze des Eisbergs dar.

Absentismus ist das Fehlen des Mitarbeiters am Arbeitsplatz. Dies kann Gründe wie Krankheit, private Probleme oder fehlende Motivation haben.

Ihm gegenüber steht der Präsentismus, in welchem es darum geht, dass Beschäftigte sich trotz einer vorliegenden Krankheit nicht arbeitsunfähig schreiben lassen.

Booz & Company hat diese Situation in Zahlen ausgedrückt. Der Präsentismus verursacht doppelt so hohe Kosten wie der Absentismus. Diese internationale Strategieberatung beziffert die Kosten, welche krankheitsbedingt entstehen, auf 3.598€ pro Mitarbeiter und Jahr, davon fallen 1.199€ auf den Absentismus an, also das fernbleiben des Mitarbeiters vom Arbeitsplatz. 2.399€ hingegen kostet den Arbeitgeber der Präsentismus der Mitarbeiter, welche trotz Krankheit bei der Arbeit erscheinen. Dies resultiert aus Fehlern, welche durch die nur bedingte Einsatzfähigkeit des erkrankten Mitarbeiters entstehen. Zudem steigt das Unfallrisiko und die Qualität der Arbeit sinkt.

Quelle: Booz&Co., Pressemitteilung; München, 07.06.2011

Steuerfreibetrag

Weiterhin ist anzumerken, dass der Staat druch das Jahressteuergesetz 2009 weitere Anreize für BGM schafft. Seit diesem gibt es einen Steuerfreibetrag von 500€ pro Arbeitnehmer und Jahr für die betriebliche Gesundheitsförderung. Diese Steuererleichterung dient der Finanzierung von verschiedenen Kursen die der Gesundheit der Mitarbeiter dienen, solange sie den Anforderungen des Sozialgesetzbuchs (§20a Abs. 1 SGB V) entsprechen.

Voraussetzung für die Steuererleichterung ist, das o.g. Kurse und Angebote zusätzlich zum Arbeitslohn geleistet werden. Beiträge für dauerhafte Mitgliedschaften in Vereinen oder Fitnessstudios fallen nicht unter diese Regelung, jedoch dürfen externe Angebote nach Vereinbarung wahrgenommen werden.

Der Erfolg kommt aber nicht von allein!

Es gibt maßgebliche Kritierien die für den Erfolg des Betrieblichen Gesundheitsmanagements relevant sind. Wichtig ist, dass alle Schlüsselpersonen zum Erfolg beitragen. Beim BGM ist der Kunde "Co-Produzent".

Zudem gelten folgende Erfolgskriterien die durch die Luxemburger Deklaration für die betriebliche Gesundheitsföderung benannt wurden:

  • Partizipation - Die gesamte Belegschaft muss einbezogen werden
  • Integration - Gesundheitsföderung ist Führungsaufgabe und muss in allen betrieblichen Bereichen berücksichtigt werden.
  • Projektmanagement - Alle Maßnahmen und Programme müssen Systematisch durchgeführt werden.
  • Ganzheitlichkeit - BGF beinhaltet sowohl verhaltens- als auch verhältnisorientierte Maß-nahmen. Sie verbindet den Ansatz der Risikoreduktion mit dem des Ausbaus von Schutzfaktoren und Gesundheits-potentialen (Ganzheitlichkeit).

Das Konzept des BGMs beinhaltet in einigen Bereichen ebenfalls betriebliche Gesundheitsförderung und hat daher gleichartige Erfolgskriterien.

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